Bericht von Heiko Temme:

ADAC Rookies Cup – Ein Wechselbad der Gefühle

Nachdem Louis im letzten Sommer den Grundkurs beim ADAC in Hagen mit Begeisterung u. Einblicken in den Kartsport absolviert hat, haben wir uns kürzlich entschieden ihm ein eigenes Kart zu beschaffen und ihn beim ADAC Rookies Cup West 2025 anzumelden. An diesem Wochenende fanden die sogenannten Test- und Einstellfahrten beim MSC Wittgenborn statt.

Nachdem wir am Freitagabend gegen 18 Uhr unsere Ferienwohnung in Wächtersbach bezogen hatten, machten wir uns auf zum 5km entferntem MSC Wittgenborn. Dort trafen wir bekannte Gesichter, wie Achim Beule, der dort das ADAC Team betreut. Nach kurzem Plausch u. Begehung der Kart-Strecke machten wir uns wieder auf in die Ferienwohung, um am Samstag morgen pünktlich um 7.30 Uhr vor Ort zu sein. Nach der Ankunft hieß es Kart ausladen und AMC-Waltrop Pavillion aufstellen. Um 8 folgte die Begrüßung durch den MSC Wittgenborn und einigen ADAC-Mitarbeitern. Danach folgte für alle Teilnehmer ein ausgiebiges Sportprogramm. Währenddessen wurden noch einige Einstellarbeiten am Kart vorgenommen durch Mithilfe von Achim Beule und einigen ADAC-Mitarbeitern. Um 14 ging es dann los mit den Probeläufen der einzelnen Klassen.

Louis fuhr in Klasse 1. Gemeinsam gestartet sind die Klassen 1-3 von 17 Klassen für 4 Läufe á 15min. Nachdem Louis den ersten Lauf mit 32 Teilnehmern tapfer durchgestanden hat, war er nach dem Lauf doch sichtlich überfordert und den Tränen nahe da er es noch nicht gewohnt war mit so vielen Karts gleichzeitig auf der Strecke zu sein und auch mal von anderen touchiert zu werden.

Den 2. Lauf hat er dann ausgesetzt, um das Erlebte zu verarbeiten. Durch viel guten Zuspruch von ADAC-Mitarbeitern, Achim Beule und anderen Kindern traute er sich dann in der 3. Runde wieder ins Kart, wo er leider wegen technischen Problemen nach der 3. Runde rausfahren musste. Die 4. Runde lief dann wieder gut und er war nach dem Probelauf doch sichtlich zufrieden. Der Tag neigte sich dem Ende und wir gingen alle erschöpft schlafen um dann am Sonntag nach geklauter Stunde (durch die Sommerzeitumstellung) wieder um 7.30 Uhr vor Ort zu sein.

Nach dem morgentlichem Sportprogramm ging es dann direkt morgens zu 3 jeweils 10-Minütigen Trainingsläufen. Nach dem 1. Lauf war Louis begeistert und fieberte dem 2. Lauf entgegen. Allerdings kam die Angst bei ihm wieder hoch, nachdem direkt vor unserer Nase ein Kind in die Leitplanke gefahren ist und mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Den Mut wieder zusammengefasst ging es dann an den 3. Lauf, der dann bei Nieselregen stattfand. Diesen absolvierte Louis auch mit Bravour. Er kann das Kart halt auch bei Nässe durch das Slalom- und Turnierkarttraining sicher Beherrschen!

Um 14 Uhr folgte dann noch ein Lehrgang zur Startaufstellung, Flaggenkunde und Formationsfahren. Das hat Louis dann leider überfordert, wodurch er dann an der halbstündigen Rennsimulation nur als Zuschauer teilgenommen hat. Aufgrund heftigen Regens und mangelnder Regenreifen auf unserem Kart war es allerdings auch eine Vernunftentscheidung, nicht teilzunehmen. Allerdings hat er sich hinterher geärgert, weil das gerade eben theoretisch beigebrachte schwierige dann in der Praxis doch nicht so schwierig aussah. Mit ein wenig Wehmut hat er sich dann noch die Rennsimulation der restlichen Klassen angeguckt. Nach zusammenpacken von Kart u. Pavillion und Verabschiedung der neuen Bekanntschaften stand dann die lange Heimreise an um dann wieder gegen späten Abend die Heimat zu erreichen.

Fazit: Für Louis und auch für uns Eltern war es ein anspruchsvolles und anstrengendes Wochenende.

Louis geht mit gemischten Gefühlen aus der Einführung. Bis zum ersten Rennen im Juni in Walldorf ist noch einiges an Zeit und er wird selber entscheiden, ob er schon bereit ist weiterzumachen oder nicht. Wir als Eltern können ihn nur dabei unterstützen und ihm den Weg ebnen.